Gelbbauchunken küsst man nicht

Gelbbauchunken küsst man nicht

Um für die Gelbbauchunken ein Ende wie im Märchen zu sichern, braucht es die Hilfe der 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gelbbauchunken-Betreuungskurses in Neuburg. Denn der kleine Froschlurch wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten Bayerns als „stark gefährdet“ geführt. Das liegt daran, dass geeignete Lebensräume der Unke immer öfter verloren gehen und dadurch auch die Tiere immer seltener werden.

Theorie und Praxis – Tümpel und Präsentationen

In dem Kurs wurden umfassende Kenntnisse aus Theorie und Praxis vermittelt, um Vorkommen der Unke zu betreuen. Dazu gehört: Im Auge zu behalten, ob die Lebensbedingungen günstig sind, die Tiere sich vermehren, die Kaulquappen nicht austrocknen und die Fressfeinde der Unke nicht überhandnehmen. Und auch, dass bei drohender Gefahr für die Unke die Unteren Naturschutzbehörden die richtigen Ansprechpartner sind. Es war ein abgerundetes Programm, in dem die Teilnehmenden aus ihren eigenen Erfahrungen berichteten und komplexe Fälle diskutierten. Aus dem reichen Erfahrungsschatz der Referentinnen und Referenten mit Fallbeispielen aus der Naturschutzpraxis konnten sie viele Anregungen mitnehmen. So war die Stimmung am Ende des Tages sehr gut und alle freuten sich, dass sie die Prüfung bestanden und sich ihre Unken-T-Shirts verdient hatten!

Wenn auch Sie etwas für die heimische Gelbbauchunke tun wollen, melden Sie sich, wir beraten Sie gerne! Schreiben Sie an Judith.Jabs-Ingenhaag@kreis-fs.de oder rufen Sie an Telefon 0172/3213054. Im Rahmen des Projektes „Allen Unkenrufen zum Trotz“ wurden im Laufe der fünfjährigen Projektlaufzeit verschiedene Maßnahmen, die der Gelbbauchunke helfen, finanziell gefördert. Jedoch ist die Gelbbauchunke auch nach Projektende auf die Umsetzung weiterer Maßnahmen angewiesen.