Das Projekt

Projektgebiet

Projektgebiet

Das Projektgebiet erstreckt sich in nordwest-südöstlicher Richtung über sechs oberbayerische Landkreise, von Neuburg-Schrobenhausen über Pfaffenhofen an der Ilm, Freising, Erding und Mühldorf am Inn bis Altötting. Das Projektgebiet zeichnet sich darin aus, dass es noch relativ viele Vorkommen der Gelbbauchunke gibt und dass die Lebensräume in weiten Teilen noch vorhanden sind. Darum sind diese sechs Landkreise idealer Ausgangspunkt, um Schutzbemühungen umzusetzen. Innerhalb des Projektgebietes werden teilweise schon seit Jahren Maßnahmen zum Schutz der Gelbbauchunke durchgeführt. Diese Maßnahmen sind allerdings Einzelaktionen, die noch nicht Teil eines zielgerichteten Gesamtkonzeptes sind. Um hier mehr „Schlagkraft“ zu entwickeln, ist es notwendig, in einer konzertierten Aktion und im Rahmen einer zu entwickelnden Strategie zielgerichtete Maßnahmen umzusetzen, um langfristig eine Existenzgrundlage für die Gelbbauchunke sicherzustellen.
Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit

In den einzelnen Landkreisen sollen regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, um die Bevölkerung über die Gelbbauchunke zu unterrichten: Neben Vorträgen sollen vor allem Aktionen draußen vor Ort stattfinden, bei denen die interessierte Öffentlichkeit und auch die Presse eingeladen wird teilzunehmen. Dabei sollen neue Lebensräume für die Gelbbauchunke geschaffen oder schon bestehende gepflegt bzw. wiederhergestellt werden.

Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie

Das Projekt findet im Rahmen des BUNDESPROGRAMMS BIOLOGISCHE VIELFALT statt, welches vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) für die Umsetzung der NATIONALEN BIODIVERSITÄTSSTRATEGIE (NBS) ins Leben gerufen wurde. „Allen Unkenrufen zum Trotz“ setzt einige der wesentlichen Aktionsfelder der Nationalen Biodiversitätsstrategie um:
  • C1: Die Realisierung eines Habitatverbundes ist Teil des landesweiten Biotopverbundsystems.
  • C2: Im Fokus steht eine stark gefährdete Art, für die Deutschland eine besondere Verantwortung hat.
  • C2.6: Die Umsetzung der Maßnahmen ist Element einer nachhaltigen Forst- und (mit Einschränkung) Landwirtschaft.
  • C2.8: Abbaustellen sind wesentliche Lebensräume der Art. Konzepte zur Entwicklung dieser Habitate sind Teil des Vorhabens.
  • C2.9: Die Zerschneidung des Habitatverbundes durch Straßen und Baugebiete sind ein wesentliches Problem. Im Rahmen des Projekts sollen auch dafür Lösungsansätze gefunden werden.
  • C2.11: Die Art ist aller Wahrscheinlichkeit nach vom Klimawandel betroffen. Die Entwicklung eines Habitatverbundes und die Etablierung von Habitaten mit unterschiedlichem Kleinklima ist die wesentliche Antwort auf dieses Problem.
  • C2.14: Eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit auch im Sinne einer weiteren Verbreitung der Ziele der NBS ist wesentlicher Inhalt des Projekts.